Die
engagierte Beobachtung von Menschen, ihren Tätigkeiten
und ihrem Lebensentwurf nimmt auch im fotografischen
Bild einen Anfang. Der fast historisierende Bilck auf
eine Marktfrau, eine Konditorin und andere Berufsleute
in ihrer jeweiligen Umgebung in grossformatigen schwarzweissen
Bildern weist alle Indizien des Dokumentarischen auf
und folgt gleichzeitig einem Konzept, in das Till Velten
die Porträtierten einbezieht: Die Reihe der Bilder
suggeriert eine Typologie von Berufsständen, und
die Farbe der Rahmung ist die Farbe, die die Dargestellten
jeweils favorisierten. So bleibt eine Spur dessen, wie
sie ihre Umgebung prägen, auch unter den Bedingungen
der Kunstbetrachtung präsent. Die Serie der Bilder
wird ergänzt durch die Aufzeichnung von Gesprächen
zum Thema Sammeln.
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