In drei Gesprächen befragt Till
Velten Priester nach einem sich offenbarenden Gottesbild
im Allgemeinen und speziell nach ihrer Erinnerung an
die eigene Priesterweihe. Die Hörinstallation im
klösterlichen Keller der Kartause rekapituliert
konkrete Erinnerungen, wobei sich Differenzen abzeichnen
zwischen vollzogenem Ritual und seiner Erzählung:
Aus den Äusserungen über Glaube und Dogmen,
Biografie und kirchlichem Amt, Ritual und Alltag sind
kaum konkrete Gottesbilder zu lesen. In der dem Werk
immanenten Skepsis gegenüber dem realen Bild zeichnet
«Weihe» Porträts von Menschen, die
ihr Handeln nach ihrer explizit unsichtbaren, immateriellen
Vorstellung von Gott ausrichten.
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